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Therapie mit Hypnoseunabhängig informiert, keine Praxis

Häufige Fragen zu Hypnose

Aktualisiert am 3 Minuten Lesezeit

Fast jeder, der über Hypnose nachdenkt, stellt dieselben Fragen. Die meisten Antworten sind weniger spektakulär, als Film und Fernsehen vermuten lassen, und gerade das ist beruhigend.

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Verliere ich in Hypnose die Kontrolle?

Nein. Menschen in Trance hören, was gesagt wird, und können jederzeit die Augen öffnen, sprechen oder aufstehen. Viele erleben sogar das Gegenteil von Kontrollverlust: Sie merken, wie genau sie ihre Aufmerksamkeit steuern können. Ein Vorschlag, der den eigenen Werten widerspricht, wird in aller Regel einfach nicht angenommen. Der verbreitete Eindruck, man sei willenlos, stammt fast ausschließlich aus der Bühnenunterhaltung, mehr dazu im Beitrag über Showhypnose.

Wie fühlt sich Trance an?

Die Beschreibungen gehen auseinander. Häufig genannt werden schwere oder sehr leichte Arme, ein Gefühl von Wärme, ein verlangsamtes Zeitempfinden und eine Ruhe, in der Geräusche aus dem Raum zwar ankommen, aber nicht stören. Manche sind enttäuscht, weil sie nichts Ungewöhnliches spüren. Das heißt nicht, dass es nicht funktioniert hat. Tiefe Trance ist für therapeutische Arbeit selten nötig.

Schlafe ich dabei ein?

Der Name führt in die Irre. Er geht auf das griechische Wort für Schlaf zurück, doch Hypnose ist kein Schlaf. Messungen der Hirnaktivität zeigen in Trance ein waches Gehirn. Wer sehr müde ist, kann allerdings aus der Entspannung heraus wegnicken. Das ist harmlos, bringt aber für die Arbeit wenig.

Kann jeder hypnotisiert werden?

Die Ansprechbarkeit für Hypnose ist verschieden verteilt, ähnlich wie Musikalität. Ein kleiner Teil der Menschen reagiert sehr stark, ein kleiner Teil kaum, die meisten liegen dazwischen. Für die Therapie reicht in der Regel eine mittlere Ansprechbarkeit. Wichtiger als die Veranlagung sind Vertrauen, Motivation und ein Ziel, das man selbst erreichen will.

Was passiert nach der Sitzung?

Am Ende führt die Therapeutin oder der Therapeut zurück: Atmung vertiefen, Arme und Beine bewegen, Augen öffnen. Kurz danach fühlen sich manche wie nach einem Mittagsschlaf. Autofahren ist nach einer Sitzung grundsätzlich möglich, sobald man sich wieder ganz wach fühlt. Wer unsicher ist, wartet zehn Minuten.

Ist die Wirkung belegt?

Teilweise. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie hat die Hypnotherapie 2006 für Erwachsene in bestimmten Anwendungsbereichen als wissenschaftlich anerkannt eingestuft. Gut untersucht ist der Einsatz bei Schmerzen und bei körperlichen Beschwerden mit seelischem Anteil, etwa beim Reizdarm. Bei anderen Themen ist die Datenlage dünn. Seriöse Anbieter sagen das offen. Was sich bei einzelnen Beschwerden sagen lässt, steht bei den Anwendungsgebieten.

Versprechen wie „rauchfrei in einer Sitzung“ oder „garantiert angstfrei“ sind ein Warnzeichen. Kein seriöses Verfahren kann solche Zusagen machen.

Kann ich in Trance etwas verraten?

Diese Sorge hören Fachleute oft. Hypnose ist kein Wahrheitsserum. Menschen in Trance sprechen, wenn sie gefragt werden, aber sie entscheiden selbst, was sie sagen. Wer etwas für sich behalten möchte, behält es für sich. Studien aus der Forensik zeigen sogar das Gegenteil des erhofften Effekts: Unter Hypnose werden Aussagen nicht genauer, aber die Befragten sind sich ihrer Erinnerung sicherer, auch wenn sie falsch ist. Deshalb spielen Aussagen unter Hypnose vor Gericht in Deutschland keine Rolle.

Was, wenn ich nicht mehr aufwache?

Aus einer Trance kommt man immer zurück. Würde die anleitende Person mitten in der Sitzung den Raum verlassen, ginge die Trance entweder von selbst in einen normalen Wachzustand über oder in einen kurzen Schlaf, aus dem man ganz gewöhnlich aufwacht. Einen Zustand, in dem man festhängt, gibt es nicht. Die Sorge ist trotzdem verständlich, und ein gutes Vorgespräch nimmt sie ernst. Wer sehr ängstlich ist, kann mit einer kurzen, leichten Trance beginnen und die Tiefe langsam steigern.

Brauche ich Vorkenntnisse?

Nein. Hilfreich ist nur, sich vorher zu überlegen, was man erreichen möchte, und Fragen aufzuschreiben. Bequeme Kleidung und eine Sitzung, nach der man nicht sofort in einen wichtigen Termin muss, machen den Einstieg leichter.

Wie viele Sitzungen sind üblich?

Das hängt vom Anliegen ab. Für eine umrissene Frage, etwa Lampenfieber vor einer Prüfung, reichen manchmal drei bis fünf Termine. Bei länger bestehenden Beschwerden ist Hypnose meist ein Baustein innerhalb einer längeren Psychotherapie. Den typischen Verlauf beschreibt die Seite zu Ablauf und Kosten.

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