Zum Inhalt springen
Therapie mit Hypnoseunabhängig informiert, keine Praxis

Ablauf und Kosten einer Hypnosetherapie

Aktualisiert am 3 Minuten Lesezeit

Wer zum ersten Mal eine Hypnosebehandlung beginnt, weiß oft nicht, was ihn erwartet. Der Ablauf ist bei seriösen Angeboten recht ähnlich, die Kosten unterscheiden sich dagegen stark.

AnkommenEinleitungVertiefungArbeitRückkehrNachgesprächwachTrance

Das Vorgespräch

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch ohne Trance. Es geht um das Anliegen, die Vorgeschichte, Vorerkrankungen und Medikamente. Fachleute klären, ob Hypnose überhaupt passt oder ob eine der Gegenanzeigen vorliegt. Gemeinsam wird ein Ziel formuliert, das sich überprüfen lässt, zum Beispiel „wieder Aufzug fahren können“ statt „keine Angst mehr haben“. Am Ende des Gesprächs sollten Sie wissen, wie viele Sitzungen ungefähr geplant sind und was sie kosten.

Eine typische Sitzung

AnkommenEinleitungVertiefungArbeitRückkehrNachgesprächwachTrance
  1. Ankommen: kurzer Austausch, was seit dem letzten Termin passiert ist.
  2. Einleitung: Sie sitzen bequem, schauen auf einen Punkt oder schließen die Augen, die Stimme wird ruhiger, der Atem langsamer.
  3. Vertiefung: Zählen, Treppenbilder oder Körperwahrnehmung führen tiefer in die Trance.
  4. Arbeitsphase: Hier wird am Anliegen gearbeitet, mit Bildern, Geschichten, Vorstellungsübungen oder Fragen.
  5. Rückorientierung: Zählen, tiefer atmen, bewegen, Augen öffnen.
  6. Nachgespräch: Was haben Sie erlebt? Was nehmen Sie mit? Oft gibt es eine kleine Übung für zu Hause.

Eine Sitzung dauert meist 50 bis 90 Minuten, die Trance selbst davon oft nur 20 bis 30.

Sie dürfen jederzeit unterbrechen, Fragen stellen oder eine Übung ablehnen. Gute Therapeutinnen sagen das zu Beginn ausdrücklich.

Wie viele Sitzungen?

Bei umgrenzten Anliegen wie Prüfungsangst oder Angst vor dem Zahnarzt reichen oft drei bis fünf Termine. Bei Schmerzen oder psychosomatischen Beschwerden sind es häufig acht bis zwölf. Wenn Hypnose Teil einer längeren Psychotherapie ist, richtet sich die Dauer nach der Therapie. Wer nach drei bis vier Sitzungen keinerlei Veränderung spürt, sollte das ansprechen.

Was es kostet

Die Preise unterscheiden sich stark nach Beruf und Region. Bei Heilpraktikern für Psychotherapie liegen Sitzungen häufig im Bereich von 80 bis 150 Euro, bei privat abrechnenden Psychotherapeutinnen und Ärzten richtet sich das Honorar nach der jeweiligen Gebührenordnung. Pauschalangebote für ein bestimmtes Ziel sind vor allem bei Rauchstopp und Abnehmen verbreitet. Lassen Sie sich die Kosten vor Beginn schriftlich geben.

Wann die Krankenkasse zahlt

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt Hypnose nicht als eigenständige Leistung. Möglich ist sie innerhalb einer genehmigten Psychotherapie, wenn die Psychotherapeutin Hypnose als Technik einsetzt. Auch im Krankenhaus und in einigen Zahnarztpraxen wird sie ergänzend angewandt. Private Kassen und Zusatzversicherungen erstatten teils Heilpraktikerleistungen, die Bedingungen stehen im jeweiligen Tarif. Wer unsicher ist, wer welche Leistung abrechnen darf, findet die Übersicht unter wer macht was.

Hypnose online?

Seit einigen Jahren werden Hypnosesitzungen auch per Video angeboten. Für Entspannungsübungen und einfache Anliegen kann das funktionieren. Bei belastenden Themen fehlt aber der unmittelbare Kontakt, und die Person, die anleitet, kann schlechter erkennen, wie es Ihnen geht. Wer online arbeiten möchte, sollte für eine ruhige Umgebung sorgen, ungestört sein und vorher mit der Therapeutin klären, was im Notfall passiert, etwa wenn die Verbindung abbricht.

Aufnahmen für zu Hause

Manche Fachleute nehmen eine Sitzung auf oder geben eine Aufnahme mit, damit Sie zu Hause weiterüben können. Das kann die Wirkung festigen. Hören Sie solche Aufnahmen nicht beim Autofahren oder in Situationen, in denen Sie aufmerksam sein müssen.

Wartezeiten überbrücken

Auf einen Therapieplatz wartet man oft Monate. In der Zwischenzeit lohnen sich ein Entspannungsverfahren, ein Schlaftagebuch bei Schlafproblemen und die Übungen zur Selbsthypnose. In akuten Krisen ist keine Wartezeit hinzunehmen: Dann helfen Krisendienst und Notruf.

Quellen und weiterlesen