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Therapie mit Hypnoseunabhängig informiert, keine Praxis

Hypnose bei Angst und Panik

Aktualisiert am 3 Minuten Lesezeit

Studienlage: als Ergänzung sinnvoll

Angst ist ein Schutzprogramm, das zu oft oder zu stark anspringt. Hypnose kann helfen, es leiser zu stellen. Die erste Wahl bei Angststörungen ist sie aber nicht.

befürchtet: es hört nie aufHöhepunktklingt von selbst abMinutenAnspannung

Was bei einer Panikattacke passiert

Herzrasen, Atemnot, Schwindel, das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden oder zu sterben: Eine Panikattacke fühlt sich wie ein körperlicher Notfall an. Ausgelöst wird sie durch ein Alarmsystem, das eine Gefahr meldet, wo keine ist. Der Körper reagiert mit voller Kraft, obwohl es nichts zu bekämpfen und nichts zu fliehen gibt.

Die wichtigste Information für Betroffene: Eine Panikattacke steigt an, erreicht einen Höhepunkt und klingt wieder ab, meist innerhalb von Minuten. Sie kann nicht endlos steigen. Wer diese Kurve kennt, hat weniger Angst vor der Angst, und das ist bereits ein Teil der Behandlung.

Treten Brustschmerzen, Atemnot oder Herzrasen zum ersten Mal auf, rufen Sie den Notruf 112. Erst wenn eine körperliche Ursache ausgeschlossen ist, kann man von einer Panikattacke ausgehen.

Was die Leitlinien empfehlen

Für Angststörungen ist die kognitive Verhaltenstherapie am besten untersucht, bei Bedarf ergänzt durch Medikamente. Ein zentraler Baustein ist die Konfrontation: sich der gefürchteten Situation schrittweise auszusetzen und zu erleben, dass die Angst von selbst nachlässt. Hypnose ist in den Leitlinien kein eigener Behandlungsweg.

Wo Hypnose ihren Platz hat

In der Praxis wird Hypnose oft innerhalb einer Verhaltenstherapie eingesetzt. In Trance kann die gefürchtete Situation zuerst in der Vorstellung durchlebt werden, mit der Möglichkeit, jederzeit einen sicheren inneren Ort aufzusuchen. Das erleichtert vielen den Schritt in die reale Übung. Auch die Ruhe nach der Trance, das Erleben, dass der Körper von allein herunterfährt, ist für Menschen mit Panik eine wichtige Erfahrung.

Ziel ist nicht, nie wieder Angst zu haben. Ziel ist, dass die Angst nicht mehr bestimmt, wohin Sie gehen und was Sie tun.

Eine Übung für den Moment

Wenn Sie merken, dass Angst aufsteigt, atmen Sie ruhig durch die Nase ein und doppelt so lange durch den Mund aus, als würden Sie eine Kerze ganz langsam zum Flackern bringen. Benennen Sie leise fünf Dinge, die Sie sehen, vier, die Sie hören, drei, die Sie spüren. Das lenkt die Aufmerksamkeit aus der Angsttrance zurück in den Raum. Der Mechanismus dahinter ist derselbe wie bei der Alltagstrance, nur in umgekehrter Richtung.

Angst vor bestimmten Dingen

Neben Panikattacken gibt es Ängste, die an ein bestimmtes Objekt oder eine Situation gebunden sind: Spinnen, Höhe, Fliegen, Spritzen, enge Räume. Fachleute sprechen von spezifischen Phobien. Sie sprechen besonders gut auf eine schrittweise Konfrontation an, oft reichen wenige Termine. Hypnose kann helfen, die ersten Schritte in der Vorstellung vorzubereiten. Vor allem bei der Angst vor Spritzen und Zahnbehandlungen ist sie in Praxen verbreitet.

Was Angehörige tun können

Für Angehörige ist es schwer mit anzusehen, wie jemand unter Angst leidet. Gut gemeinte Hilfe kann die Angst allerdings festigen, etwa wenn man alle Einkäufe übernimmt, damit die betroffene Person nicht in den Supermarkt muss. Hilfreicher ist es, ruhig zu bleiben, nicht zu drängen und zur Behandlung zu ermutigen. Wenn möglich, können Angehörige an einem Termin teilnehmen und erfahren, wie sie unterstützen können, ohne die Vermeidung zu verstärken.

Wann Sie Hilfe suchen sollten

Wenn Sie Orte meiden, wenn die Angst vor der nächsten Attacke Ihren Alltag bestimmt oder wenn Sie Alkohol oder Beruhigungsmittel brauchen, um durch den Tag zu kommen, ist professionelle Hilfe angezeigt. Ein Termin in der psychotherapeutischen Sprechstunde ist der übliche Einstieg. Wer Hypnose einbeziehen möchte, fragt dort nach einer entsprechenden Fortbildung. Mehr dazu unter wer macht was. Speziell um Situationen mit Leistungsdruck geht es im Beitrag zur Prüfungsangst.

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