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Therapie mit Hypnoseunabhängig informiert, keine Praxis

Hypnose bei Burnout

Aktualisiert am 2 Minuten Lesezeit

Studienlage: als Ergänzung sinnvoll

Burnout beginnt selten mit einem Zusammenbruch. Es beginnt mit Menschen, die viel geben und spät merken, dass nichts mehr nachkommt. Hypnose kann helfen, das Tempo zu verändern, aber nicht die Umstände.

EngagementDaueranspannungErschöpfungLeere

Was Burnout ist und was nicht

Burnout ist in den Klassifikationssystemen keine eigenständige Krankheit. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt es in der ICD-11 als Phänomen im Zusammenhang mit der Arbeit, geprägt von Erschöpfung, innerer Distanz zur Arbeit und dem Gefühl, weniger zu leisten. Das heißt nicht, dass es harmlos ist. Lange Erschöpfung kann in eine Depression, in Angststörungen oder in körperliche Erkrankungen münden.

Warnzeichen

  • Erholung am Wochenende oder im Urlaub reicht nicht mehr.
  • Sie werden zynisch gegenüber Kolleginnen, Kunden oder Patienten.
  • Kleinigkeiten kosten unverhältnismäßig viel Kraft.
  • Schlafprobleme, Kopfschmerzen, häufige Infekte.
  • Rückzug von Freunden und Hobbys, weil keine Energie übrig ist.

Wenn Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit und Antriebsmangel über Wochen anhalten, kann eine Depression dahinterstehen. Dann ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung wichtig, mehr dazu im Beitrag zu Depression.

Wo Hypnose helfen kann

Viele Menschen mit Burnout haben verlernt, abzuschalten. Ihr Körper steht unter Daueranspannung, auch wenn sie auf dem Sofa sitzen. Hypnose und verwandte Verfahren wie das autogene Training helfen, den Zustand der Entspannung wieder zu finden. In der therapeutischen Arbeit kommt hinzu, die eigenen Antreiber zu erkennen, etwa „Ich muss es allen recht machen“ oder „Pausen sind etwas für Schwache“, und in Trance alternative Haltungen auszuprobieren.

Hypnose kann Kraft zurückgeben. Sie kann aber keine Überlastung ausgleichen, die von außen kommt. Wer jede Woche sechzig Stunden arbeitet, braucht zuerst weniger Arbeit.

Was außerdem wichtig ist

Erholung braucht Zeit und Struktur. Feste Pausen im Arbeitstag, ein Abend ohne erreichbares Diensthandy, Bewegung an der frischen Luft und ausreichend Schlaf sind unspektakulär, aber wirksam. Ein offenes Gespräch mit Vorgesetzten oder dem Betriebsarzt kann Entlastung bringen. Manchmal ist eine Krankschreibung oder eine Reha der richtige Schritt.

Phasen der Erschöpfung

Viele Modelle beschreiben Burnout als Prozess in Stufen. Am Anfang steht oft großes Engagement, gefolgt von wachsender Anspannung, in der Erholung zu kurz kommt. Dann sinkt die Leistungsfähigkeit, Ärger und Zynismus nehmen zu, und am Ende steht eine tiefe Erschöpfung. Die Modelle sind nicht wissenschaftlich exakt, aber sie helfen, sich selbst einzuordnen: Wo stehe ich gerade? Wer früh merkt, dass die Akkus nicht mehr voll werden, hat die meisten Möglichkeiten.

Hypnose in der Reha

Viele psychosomatische Reha-Kliniken bieten Entspannungsverfahren, Achtsamkeit und manchmal auch Hypnose als Teil eines Gesamtprogramms an. Der Vorteil eines Klinikaufenthalts ist der Abstand zum Alltag. Die Herausforderung ist der Übergang zurück. Wer in der Reha ein Verfahren gelernt hat, sollte es zu Hause weiterführen, etwa mit einem Kurs vor Ort oder mit festen Übungszeiten.

Prävention

Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Kurse zur Stressbewältigung und Entspannung, wenn sie zertifiziert sind. Dazu gehören Kurse in autogenem Training, progressiver Muskelentspannung und Achtsamkeit. Wer früh etwas tut, braucht später oft keine Therapie.

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